Die Zukunft von Social Media Teil 1: Influencer, Content und Reichweite

In diesem Artikel stellen wir euch aktuelle Trends aus der Welt der sozialen Medien vor und wollen versuchen eine Prognose aufzustellen, wie es in der Zukunft mit diesen Trends aussehen könnte. In diesem Teil geht es speziell um Influencer- und Contentmarketing, sowie um die organische Reichweite auf Facebook.

1. Influencer-Marketing

Influencer sind schon seit einigen Jahren ein fester Bestandteil in der Marketing-Strategie von Unternehmen, NGOs und anderen Organisationen. Einfach gesagt sind Influencer Menschen, die über eine gewissen Reichweite in sozialen Medien verfügen. Für nahezu jedes Thema - oder jede Nische - lassen sich passende Influencer finden. Unternehmen, die mit Influencern zusammenarbeiten, setzen dabei nicht nur auf die Reichweite, um beispielsweise Produkte zu präsentieren, sondern auch auf Glaubwürdigkeit, Kommunikation mit der Zielgruppe und der Erstellung von Content. Der entscheidendste Vorteil ist dabei nicht die Reichweite, sondern die Authentizität. Nur Influencer, die sich mit der Marke identifizieren, würden diese auch ihrer Community vorstellen - so zumindest die Vorstellung. Bei einer Umfrage des BVDW gaben 44% an, dass Budget für Influencer eingeplant ist und 61% haben dieses Budget im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Dabei sei gesagt, dass über 70% bereits mit einem Budget von über 10.000 Euro planen.

Anhand dieser Zahlen und Fakten können wir davon ausgehen, dass Influencer-Marketing auch in Zukunft ein Thema bleiben wird. Die Frage ist nur, welche Art von Influencer die Wichtigste sein wird. Aktuell sind es die Micro-Influencer. Diese besitzen zwar “nur” eine Reichweite von bis zu 10.000 Followern, haben aber in der Regel ein höheres Engagement als die “großen” Follower.

2. Content bleibt King

Bei Content kann man eigentlich nicht von Trend sprechen. Guter Content ist einfach die Voraussetzung, um in den sozialen Medien überhaupt eine Rolle zu spielen. Trotzdem möchten wir euch folgende Tipps geben: Achtet auf abwechslungsreiche Inhalte. Verwendet also nicht nur Texte, sondern auch mal Bilder und Videos - vor allem in den sozialen Medien. Nutzt Social-Media Trends. Auch Quizze, Gewinnspiele und Bilderrätsel können für eure Zielgruppe interessant sein. Dabei solltet ihr nicht nur auf Unterhaltung setzen, sondern auch mal informieren oder sogar für euer Produkt werben. Wichtig ist, dass der Content für die Zielgruppe relevant ist und nicht für euch.

An dieser Stelle können wir euch nur einen Redaktionsplan empfehlen. In diesem steht, neben den Inhalten, auch die Art, die Intention und das Ziel des jeweiligen Contents.

3. Facebook und das Reichweiten-Problem

Facebook hat es zurzeit nicht leicht. Nicht nur, dass das soziale Netzwerk immer mehr “vergreist” und zunehmend die Teenager verliert, die Facebook-App ist mittlerweile auch nicht mehr in den Top 10 der meist gedownloadeten Apps (der Facebook Messenger hingegen schon).

Hinzu kommt, dass das einst beliebteste soziale Netzwerk sozialer werden möchte und sich weniger auf Werbung und Unternehmen fokussiert. Das heißt, dass Beiträge von Freunden und Familie priorisiert werden im eigenen Feed. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass die organische Reichweite von Unternehmensseiten immer mehr abzunehmen scheint.

Wenn ihr nicht unendlich viel Werbebudget ausgeben wollt, könnt ihr beispielsweise mit Facebook-Gruppen oder Stories eure Reichweite zumindest stückweise zurückholen.Auch hier sollte beobachtet werden, wie sich die organische Reichweite in Zukunft verhält. Wir sollten vom Worst-Case ausgehen und annehmen, dass die organische Reichweite weiter sinken wird und wir uns dementsprechend darauf einstellen, indem wir gute Strategien mit noch besserem Content entwickeln.

Das war schon unser erster Schwung von (noch) aktuellen Social Media Trends. Da es aber noch ein paar mehr Hype-Themen gibt wie Chatbot oder Video-Content, könnt ihr euch schon mal auf den zweiten Teil freuen.