Schlank & Sexy: The next generation of Video-Content

Videocontent kann weit mehr als nur klassisches Breitbildformat. Von quadratisch, praktisch, gut über Porträtformat, 3D, 360 Grad und VR – Videos haben vor allem mobil einiges zu bieten. Trotz vielem Gehate über das Format von vertikalen Videos ist spätestens seit dem Erfolg von Instagram und Snapchat eins klar: Vertical becomes the new horizontal.

Pro Tag werden Millionen von Fotos, Selfies und Videos gemacht, der Handlichkeit halber meist im Vertikalformat. Spätestens seit dem Aufkommen von Apps wie Snapchat, Pinterest, Periscope und Instagram wird dieses Userverhalten zusätzlich bestätigt. Mit mehr als 100 Millionen aktiven Usern pro Tag beweist vor allem Snapchat, dass User nicht nur bereit sind selbst mehr Content zu produzieren, sondern auch diesen zu konsumieren ohne ihr Telefon horizontal zu drehen. Der Snap-App zufolge werden Vertical Video Ads im Vergleich zu Horizontal Ads neunmal mehr bis zum Schluss angesehen. Der Grund dahinter ist relativ banal: Smartphones werden in einer Hand und aufrecht gehalten, daher generieren Vertical Videos userfreundlichere Erlebnisse als Standardformate.

Die Welt ist multiscreen – Content wird on Demand und überall konsumiert und produziert. Werbende müssen ihr Repertoire entsprechend ausstatten – und das im Vertikalformat. Früher wurden Videoformate meist über PC und Fernseher konsumiert, dafür war das 16:9- Format optimal. Das Handy ist jedoch ein ganz anderes Medium: Mobil ist vertikal und Anbieter passen sich an. Vertical Videos sind also kein vorübergehender Trend, sondern ein gar nicht mal so überraschendes Ergebnis des Mobile-Only Contents.

Dabei wollen User Inhalte uneingeschränkt konsumieren, ob auf dem Fernseher, Tablet, Smartphone oder anderen Devices. 2017 is all about Cross-Screen Content. So flexibel wie der User selbst muss auch ein und derselbe Content über verschiedene Screens abrufbar sein. Dabei haben Konsumenten heutzutage so viel Macht wie noch nie zuvor: Sie entscheiden mit Swipes und Verweildauer die Dos und Dont’s für 2017.

Social Media macht vor wie’s läuft

Obwohl Vertical Ad Formate auf dem Vormarsch sind, stehen sie immer noch weit hinter ihren horizontalen Geschwistern. Leider kann man auch nicht einfach Quer- in Hochformat verwandeln. Content-Produzenten müssen beim Kreieren von Vertical Videos Social Media- Feeds beachten, um versehentliches Cropping und eine optimale Full-Screen-Auflösung und somit qualitativ hochwertigen Content zu garantieren. Die drei Schlüsselkomponenten für erhöhtes User Engagement lauten vor allem: Mehrwert, interaktiv und vertikal.

Social Platforms sind hier wahre Pioniere, allen voran Snapchat. Die App hat es geschafft, Vertical Videos mehrwerthaltig in User Experiences einzubauen. Die Usability der Videos ist dabei vielfältig: über Hoch- und Herunterscrollen oder den gut bekannten rechts- und links- Swipe wird der User ansprechend erreicht. Auch auf Facebook hat sich einiges aufgerichtet: Seit der Einführung von zusätzlichen Videofeatures wie Canvas verdoppelten sich die Zahlen auf 8 Milliarden Views pro Tag. Solche vertikalen Updates bestärken die aufrechte Orientierung in den Feeds und füttern gleichzeitig den Nutzerappetit nach Storytelling im Porträtmodus.

Die zunehmende Etablierung von Vertical Videos entspricht also mehr der generellen Anpassung von Content an Usererwartungen. Vertical Videos werden horizontale Formate zwar nicht vollständig ersetzen, jedoch sind sie ein erfolgreiches Tool um Brands und Content im Fullscreen-Modus mit dem mobilen User zu vernetzen.