Digitale Trends 2017 – Die Hitlist fürs neue Jahr

Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt, höchste Zeit also, Ausschau zu halten, was dieses Jahr so an Lichtblicken bereithält. Da sich die 7 letztes Jahr als unsere Zahl entpuppt hat, haben wir hier mal eine kleine 17er Playlist für 7 Trends in 2017 zusammengestellt:

1. Die Technik macht‘s: Du kannst (nicht) immer 17 sein

Kann man nicht? 2017 wird das Jahr des Techno Sapiens. Waren es in den vergangenen Jahren noch Handgelenke, die immer smarter wurden, geht 2017 ganz schön auf die Augen. Die Rede ist von Vernetzung durch Wearables mit Hilfe von Virtual Reality-Brillen. Das beste VR-Erlebnis muss man zwar noch preisintensiv bezahlen, jedoch werden mit der Weiterentwicklung auch preisgünstigere Formate als Google Glasses auf den Markt kommen. Ein etwas erschwinglicherer Kopfschmuck sind beispielsweise die Snapchat Spectacles. Diese wurden Ende 2016 gelauncht und sind in den Staaten bereits ein absoluter Hype. Hoffen wir, dass die Snap-Brillen ihre Testphase überstehen und es 2017 auch nach Deutschland schaffen.

Wem High-Tech Brillen jedoch prinzipiell zu mainstream sind, warum dann nicht ein bisschen mehr 007? Samsung arbeitet an einer smarten Kontaktlinse, die Bilder speichern und direkt ins Auge des Trägers abrufen kann. Wenn einem die Robotervision jedoch doch zu Cyborg ist, dann vielleicht ein hübsches Smart-Shirt? Technologien wie selbsttrocknende Jacken á la Back to the Future sind schon längst keine Zukunftsmusik mehr. Steven Spielberg‘s Szenario verspätet sich lediglich um zwei Jährchen, denn bald gibt es selbstwärmende/ -kühlende Kleidung dank Nanofasern im Textil. Labels wie Under Armour arbeiten bereits an Smart Fashion, bei der Sensoren in den Stoff mit eingewebt sind, die Schrittanzahl, Puls und Atemfrequenz messen.

2. When I was 17 gab’s das noch nicht: Geo-Fences als Off- & Onlineverknüpfung

Ob nun intelligente Uhren, Tech-Kleidung oder Datenbrillen: Die Einsatzmöglichkeiten von Wearables sind schier grenzenlos. Die Chancen der Echtzeit-Kommunikation durch die zunehmende Präsenz von mobilen Endgeräten machen für 2017 eins klar: Die Verknüpfung von Online- und Offline-Angeboten muss mehrwerthaltig optimiert werden. Geo-Fences sind die neuen Location-Based-Tools, die Marketern das Herzen höher schlagen lassen. Push-Notifications ermöglichen unmittelbare Kommunikation mit dem User, sobald dieser in den Fence-Bereich tritt. In-Store Technology und Beacons schaffen somit ein ganz neues Kauferlebnis.

Online-Publisher werden in diesem Jahr neue Real-World-Tools entwickeln, die zeigen, wie digital ads Laufkundschaft in die Shops treibt. Dabei verlangen User vor allem eins: Transparenz. Intelligent Location Provider müssen 2017 offenlegen, wie Daten gesammelt und ausgewertet werden und vor allem, welche Rolle der Konsument dabei spielt. Denn eins ist gewiss: Über neue Tools werden Marketer zukünftig noch mehr Informationen darüber haben, wo ihre Kunden so ihre Zeit in der realen Welt verbringen.

2017 kann sich also schon mal warm anziehen: Smart Devices rollen das gesamte Feld des Online-Marketings neu auf. Das Potential von mobile und Offline-Technology wird weiter ausgeschöpft um somit weitere Schnittstellen online und offline zu schaffen.

3. 17 Jahr, blondes Haar – vom Robot zur Besten Freundin

Augmented Reality schien 2016 wohl das Wort des Jahres sein. 2017 dürfte sich das kaum ändern. Ab diesem Jahr könnten die berüchtigten Hologramme aus Filmen wie Star Wars in alltäglichen Situationen erblebbar werden. Anstelle des retromäßigem Audio Guides würden dann Führungen durch Museen von einem latent transparenten 2-D Assistenten erledigt. Deshalb ist Audio jedoch noch lange nicht out: Zum Thema Voice Assistants können wir 2017 einiges erwarten. Amazon’s Cloud basierte AI Alexa macht das Zuhause smarter und Entwickler suchen zunehmend nach weiteren Schnittstellen zu Smartphones. Aber auch die harten Konkurrent(innen) Siri, Cortana, der Google Assistant und Google Home schlafen nicht. Die durch künstliche Intelligenz geschaffenen neuen Touch- (oder eher Speak-) points werden 2017 zunehmend die Distanz zwischen Technik und User vermindern.

4. Mit 17 hat man noch Träume – Social macht Träume wahr

Auch auf Social Media schlägt sich Augmented Reality nieder. Die Idee von Pokémon Go färbt sich nun auch auf Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat und andere Social Media- Kanäle ab und prägt weiterhin Generationen. 2017 werden die ersten 360 Grad Prototypen-Videos weiter entwickelt. Spannend ist auch, ob es neben der Optimierung der Live-Videos noch weitere Features geben wird, welche die B2C-Kommunikation auf das nächste Level heben. Generell wird jedoch ein Trend deutlich: ablaufender Content. Der Erfolg von Snapchat und Instagram Stories durch zeitlich begrenzte Inhalte inspiriert auch weitere Plattformen, die sicherlich bald nachziehen werden. Mittlerweile spielen Social Channel eine so entscheidende Rolle in unserem Leben, dass man es sich kaum mehr ohne sie vorstellen kann. Da immer innovativerer Content auf diversesten Plattformen entsteht und geteilt wird, gilt grundsätzlich für 2017 eins: Get Social.

5. Webdesign ist Sexy & 17 – individuell statt 08/15

Unabhängig vom Endgerät sollen Inhalte Mehrwert bieten und die Usability ansprechend sein. Dabei liegen vor allem Interaktionen im Vordergrund. Facebook‘s Emoji-Reactions liefern ein gutes Beispiel, in dem User mit Hilfe von Mikro-Interaktionen involviert werden. Sie lassen Feedback persönlicher erscheinen und spielen eine immer wichtigere Rolle im UX und UI-Design. Ob andere Plattformen 2017 nachziehen? Dieses Jahr heißt es ganz sicher: individualisiert statt standardisiert. Informationen sollen den User visuell und emotional einbeziehen und Storytelling auf höchstem Niveau bieten. Dabei sind Videos weiterhin on top. Sie catchen den User und transportieren Content am nachhaltigsten. Diesen Trend bemerkt man vor allem im Social Media-Bereich: Immer mehr Plattformen setzen auf kurze Video- und Live-Streaming Features. So möchte beispielsweise Facebook dieses Jahr seine Videos im Stream smartphonegerecht aufs vertikale Format anpassen.

6. Mit (20)17 fängt das Leben erst an – Die Smartphone-Revolution

Dieses Jahr geht das neue Leben der Smartphones los. 2016 hieß es bereits: Die Kopfhörerbuchse ist tot – meint man zumindest bei Apple. Der Oldie nimmt Platz für modernere Lösungen für Kamera-Technologien, Prozessoren und Akku und macht es nahezu unmöglich, ein Gerät wasserdicht zu machen. Lightning-Kopfhörer sind die Alternative zum klassischen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss. Das war eine ganz schöne Revolution letztes Jahr und man kann nur ahnen, was 2017 smartphonetechnisch noch so bereithält. Angefangen mit bieg- und faltbaren Bildschirmen, über Retina-Scanner bis hin zur 3-D Kamera werden die 17er Smartphones einige Neuerungen bereiten.

7. Seventeen Seconds - Wer tippt schneller: Bot oder Mensch

Sind Roboter die nächsten Reporter? Sekundenschnelle Berichterstattungen werden heutzutage zunehmend mit Hilfe von vorgefertigten Textbausteinen und klugen Algorithmen verfasst. Marketingtechnisch stellen Chatbots ein enormes Potential dar, da durch sie die Kundeninteraktion gesteigert und der Service durch direkte Interaktion verbessert wird. PR’ler und Journalisten müssen sich zunehmend auf die Aufgaben konzentrieren, die Algorithmen nicht erledigen können: investigativen Journalismus, Analysen, Interpretationen und Interviews. Erfolgreich ist 2017 nur Content, der einzigartige, hochwertige und interaktive Mehrwerte liefert. Eines steht nämlich fest: 2017 wird die Kommunikation zwischen Usern und Unternehmen mit Hilfe von Bots weiter optimiert.

Und was gibt’s noch so an Zukunftsmusik?

Es ist also offiziell: Neben etlichen Offline-Events, die uns vor allem politisch in 2017 so erwarten (allem voran die deutsche Bundestagswahl und Amtseinführung von Donald Trump), wird es 2017 auch online heiß hergehen. Die Playlist 2017 hat also einiges zu bieten. Auf welchen Hit freut ihr euch am meisten?